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ADHS & Autismus: Coaching und Beratung in Bern

Für Jugendliche, Erwachsene und Eltern

Manche kommen mit einer frischen Diagnose und einem Kopf voller Fragen. Andere tragen ihre Diagnose schon lange mit sich und möchten in einem Bereich weiterkommen. Und manche haben keine Diagnose, spüren aber: Da ist etwas, das vieles an mir erklären könnte. Bei mir haben alle drei Platz.

Vielleicht kennst Du auch das Gefühl, durch einen Alltag zu gehen, der für andere gemacht ist. Von aussen sieht alles gut aus. Innen läuft ein zweites Programm mit, das ständig übersetzt, ausgleicht und mithält. Am Abend ist der Akku leer, und kaum jemand ahnt, warum.

Kennst Du das?

Vielleicht kommt Dir einer dieser Sätze bekannt vor:

  • Du hast das Gefühl, schon Dein Leben lang etwas anders zu ticken.
  • Ständiges Anpassen und Kompensieren kostet Dich mehr Kraft, als andere sehen.
  • Du siehst vor allem, was Dir schwerfällt, und noch kaum, was Dich ausmacht.
  • Geräusche, Licht oder viele Menschen sind Dir schnell zu viel.
  • Du nimmst Stimmungen und Gefühle anderer sehr fein wahr und brauchst danach viel Zeit, um Dich zu erholen.
  • Schule, Ausbildung oder Beruf fühlen sich an wie ein Schuh, der nicht passt.
  • Selbstzweifel und Selbstkritik nehmen viel Raum ein.
  • Du wünschst Dir einen gelasseneren Umgang mit Dir selbst.

Erschöpfung, Selbstzweifel und weitere dieser Erfahrungen kennen viele Menschen. Für sich allein sagen sie nichts über ADHS oder Autismus aus.

Was wir zusammen tun

Neurodivergenz, also zum Beispiel ADHS oder Autismus, beschreibt eine andere Art, wahrzunehmen, zu denken, zu fühlen und Eindrücke zu verarbeiten. In meiner Arbeit geht es nicht darum, Dich passend zu machen. Mich leitet die Überzeugung, dass sich eher das Umfeld anpassen darf als der Mensch.

Gemeinsam schauen wir, was Du brauchst und was sich in Deinem Alltag verändern darf, damit Du Dich wohler fühlst.

Es ist ein wenig, wie eine Landkarte von Dir selbst zu zeichnen: Wo geht es leicht? Wo wird es eng? Und was hilft Dir dort?

Woran wir arbeiten, bestimmst Du. Oft beginnt es mit einer dieser Fragen:

Eine Parkbank aus riesigen Farbstiften in allen Farben, auf einer Wiese mit Herbstlaub
Jeder Farbstift ist anders, und zusammen tragen sie. Die Bank ist ein Bild dafür. Die Begleitung selbst findet in meiner Praxis in Bern statt, auf Wunsch auch online, schriftlich oder draussen.
  • «Wie ticke ich eigentlich?» Wir verbinden Fachwissen über ADHS, Autismus oder beides zusammen (AuDHS) mit Deinen eigenen Erfahrungen. Du bist die Expertin oder der Experte für Dich. Ich bringe das Wissen mit, Du die Beispiele aus Deinem Leben.
  • «Warum bin ich so schnell leer?» Wir achten darauf, was Deinen Akku füllt und was ihn leert. Das können Geräusche, Licht, viele Menschen oder hohe Sensibilität sein. Daraus entstehen Pausen und Rückzugsorte, die zu Dir passen.
  • «Darf ich so sein, wie ich bin?» Wer lange anders tickt, hört oft mehr Kritik als andere. Das bleibt hängen. Wir richten den Blick auf das, was Dich trägt und was Du gut kannst. Auch Traurigkeit über Vergangenes darf da sein, zum Beispiel über die Schulzeit.
  • «Wo verstelle ich mich, und was kostet es mich?» Viele neurodivergente Menschen haben gelernt, ihre eigene Art zu verstecken. Fachleute nennen das Masking. Wir schauen in Ruhe hin, wo Dir das Anpassen hilft und wo es Dich auslaugt. Was Du damit machst, entscheidest Du.
  • «Wie schaffe ich das im Alltag?» Zu Hause, in der Schule, in der Lehre oder bei der Arbeit suchen wir kleine, machbare Schritte. Auch vor grossen Wechseln, etwa vom Schulzimmer in den Lehrbetrieb, planen wir gemeinsam, was Dir Sicherheit gibt.
  • «Warum spüre ich alles so stark?» Manche Menschen nehmen Reize, Stimmungen und Gefühle besonders fein und tief wahr. Man spricht dann von Hochsensibilität. Sie ist keine Diagnose, sondern eine Art, die Welt wahrzunehmen. Sie kann zusammen mit ADHS oder Autismus vorkommen oder für sich allein. Wir schauen, wie Du Deine Feinfühligkeit als Stärke erleben und Dich gut schützen kannst.

Du stehst nicht allein da. Gerade bei jungen Menschen gehören viele andere zum Alltag: Eltern, Lehrpersonen, der Lehrbetrieb und manchmal weitere Fachpersonen. Wenn es hilfreich ist, beziehe ich sie mit ein. Ich führe Gespräche, tausche mich aus und helfe, dass alle in eine ähnliche Richtung schauen. Dafür frage ich Dich immer vorher um Dein Einverständnis. Und Du weisst immer, mit wem ich spreche und worüber. So wird aus vielen einzelnen Fäden ein Netz, das Dich trägt. Fachleute nennen das systemisches Arbeiten.

Ich arbeite körperzentriert. Dein Körper meldet oft als Erstes, wenn es zu viel wird, mit Anspannung, Unruhe oder Müdigkeit. Wir lernen, diese Zeichen früh zu lesen.

Du bestimmst die Schritte und das Tempo.

Für wen es passt

Jugendliche und junge Erwachsene

Wenn Schule, Ausbildung oder die Frage, wer Du bist, gerade viel Kraft brauchen.

Erwachsene

Mit oder ohne Diagnose. Du kommst mit dem, was Dich gerade beschäftigt.

Hochsensible Menschen

Wenn Du die Welt besonders fein wahrnimmst und Dich schnell erschöpft fühlst. Mit oder ohne ADHS oder Autismus.

Eltern

Wenn Du Dein Kind besser verstehen und im Alltag begleiten möchtest. In der Beratung für Eltern haben Deine Fragen und auch Deine eigene Erschöpfung Platz.

Geht es Dir vor allem ums Lernen in der Schule oder in der Ausbildung? Dafür gibt es ein eigenes Angebot: Lerncoaching & Lerntherapie.

Wo meine Begleitung endet

Ich kläre nicht ab und stelle keine Diagnosen. Coaching und Beratung ersetzen keine Psychotherapie und keine medizinische Behandlung.

Gut zu wissen

Was passt für mich?

Muss ich eine Diagnose haben, um zu Dir zu kommen?

Nein. Du bist mit und ohne Diagnose willkommen.

Ich bin unsicher, ob ADHS oder Autismus zu mir gehört. Kann ich trotzdem kommen?

Ja. Du brauchst keine Gewissheit, um Dich mit Deinen Fragen auseinanderzusetzen.

Ich bin hochsensibel, habe aber kein ADHS und keinen Autismus. Passt das Angebot für mich?

Ja. Hochsensibilität hat hier ihren Platz, mit oder ohne ADHS oder Autismus. Wir schauen gemeinsam, was Dir guttut und wie Du Dich vor zu vielen Reizen schützen kannst.

Machst Du auch Abklärungen?

Nein. Ich kläre nicht ab und stelle keine Diagnosen.

Wie gehe ich vor, wenn ich mich abklären lassen möchte?

Ein guter erster Schritt ist das Gespräch mit Deiner Hausärztin oder Deinem Hausarzt, bei Kindern mit der Kinderärztin oder dem Kinderarzt. Informationen und Adressen findest Du auch bei elpos Schweiz (ADHS) und bei Autismus Schweiz. Wenn Du magst, überlegen wir gemeinsam, welcher Weg zu Dir passt.

So läuft es ab

Wie oft treffen wir uns?

Zu Beginn meist alle zwei Wochen. Den Rhythmus passen wir so an, wie es für Dich stimmt. Wie lange die Begleitung dauert, hängt von Deinem Thema ab und davon, was Du brauchst.

Wo treffen wir uns?

In meiner Praxis an der Mattenhofstrasse 5 in Bern, im 3. Stock, Raum 310. Ein Lift und wenige Parkplätze vor dem Gebäude oder in der Nähe sind vorhanden. Wenn es für Dich besser passt, treffen wir uns online.

Geht es auch schriftlich?

Ja. Eine schriftliche Beratung oder eine Beratung per Chat ist möglich. Für den Chat nutze ich Threema. Das ist eine Nachrichten-App aus der Schweiz, die Deine Nachrichten verschlüsselt. Die App kostet einmalig einen kleinen Betrag (aktuell CHF 6.–).

Was ist, wenn ich keine Hände schütteln möchte oder mir Blickkontakt unangenehm ist?

Das ist völlig in Ordnung. Bei mir musst Du weder Hände schütteln noch Blickkontakt halten. Sag mir oder zeig mir einfach, was für Dich angenehm ist. Du darfst Dich auch bewegen, etwas in den Händen halten oder eine Pause machen.

Was ist, wenn ich einen Termin absagen muss?

Gib mir bitte 24 Stunden vorher Bescheid. Sonst verrechne ich den Termin zur Hälfte. Wenn Du ohne Absage nicht erscheinst, verrechne ich die ganze Sitzung.

Schule, Eltern, Kosten

Arbeitest Du mit meiner Schule oder meinem Lehrbetrieb zusammen?

Ja, wenn Du das möchtest. Das gilt auch für die IV, Ärzt:innen oder weitere Fachpersonen. Ich frage Dich immer vorher um Dein Einverständnis, und Du weisst immer, mit wem ich spreche und worüber. Wir besprechen vorher gemeinsam, was Dein Anliegen ist und wie wir es erreichen können.

Kann ich als Mutter oder Vater alleine kommen?

Ja. Die Beratung für Eltern ist ein eigenes Angebot.

Können meine Eltern dabei sein?

Beim ersten Gespräch sind Deine Eltern oder ein Elternteil dabei, ganz oder für einen Teil davon. Das entscheidest Du zusammen mit ihnen. Danach treffen wir uns in der Regel ohne Eltern. Wenn es sinnvoll ist und Du einverstanden bist, gibt es ab und zu ein gemeinsames Gespräch mit ihnen.

Was kostet es?

140 Franken für 60 bis 75 Minuten. Für unser erstes Gespräch nehmen wir uns die Zeit, die es braucht. Der Preis bleibt derselbe. Gespräche mit Eltern, Schule, Lehrbetrieb oder weiteren Fachpersonen, zum Beispiel der IV, verrechne ich nach Aufwand mit 140 Franken pro Stunde. Kurze Kontakte per E-Mail oder Telefon sind im Preis inbegriffen. Bis Mitte April 2027 kosten Autismus-Coachings 120 Franken, weil ich mich in diesem Bereich noch weiterbilde.

Zahlt die Krankenkasse?

Die Beratungen können nicht über die Krankenkasse abgerechnet werden.

Wie melde ich mich?

Über das Kontaktformular oder per E-Mail. Du kannst auch ein kostenloses Telefongespräch von 15 Minuten im Kalender buchen.

Melde Dich, wenn Du magst

Ich freue mich, von Dir zu hören.

Die violette Praxistür von Raum 310, davor eine Fussmatte mit Herz

Ich schreibe hier im Du, weil es sich für mich nah und natürlich anfühlt. Wenn Dir das Sie lieber ist, ist das genauso in Ordnung. Sag es mir einfach.

Mattenhofstrasse 5, 3007 Bern, im DAZ/WISCHEN-Gebäude, 3. Stock, Raum 310. Ein Lift und wenige Parkplätze vor dem Gebäude oder in der Nähe sind vorhanden. Praxistage sind Donnerstag und Freitag.

Ich bin Mitglied der SGfB, halte mich an die ethischen Richtlinien des IKP und unterstehe der Schweigepflicht.