
Zu diesem Text: Dieser Text fasst allgemeines Wissen zusammen und vereinfacht es bewusst, damit es gut lesbar bleibt. Im echten Leben ist es meist vielschichtiger. Jeder Mensch und jede Situation ist anders und verdient einen eigenen Blick. Was davon für Dich stimmt, entscheidest Du selber.
Viele mögliche Gründe
Wenn es in der Schule oder in der Lehre schwierig wird, gibt es selten nur einen Grund. Oft spielen mehrere Dinge zusammen, und bei jedem Menschen ist es anders. Zum Beispiel:
- Druck und Angst vor Prüfungen
- Schwierigkeiten mit Konzentration, Planung oder Organisation
- Lernschwierigkeiten wie LRS (Lese-Rechtschreib-Schwierigkeiten) oder Dyskalkulie (Schwierigkeiten beim Rechnen)
- eine andere Art, wahrzunehmen und zu denken, etwa bei ADHS, Autismus oder Hochsensibilität
- Schwierigkeiten mit anderen, zum Beispiel Streit, Ausgrenzung oder das Gefühl, nicht dazuzugehören
- ein Wechsel, zum Beispiel der Start in die Lehre oder in eine weiterführende Schule
- Belastungen ausserhalb der Schule, die viel Kraft brauchen
Darum lohnt es sich, genau hinzuschauen, statt vorschnell eine Erklärung zu suchen.
Was das mit Dir machen kann
Wenn das Lernen lange schwerfällt, bleibt das selten nur bei den Noten. Viele beginnen an sich zu zweifeln. Manche ziehen sich zurück oder verlieren die Freude an Dingen, die ihnen früher wichtig waren.
Oft meldet sich auch der Körper, zum Beispiel mit Bauchweh, Kopfweh, Müdigkeit oder schlechtem Schlaf. Das ist kein Versagen. Es ist ein Zeichen, dass gerade etwas zu viel ist.
Was helfen kann
Welche Unterstützung passt, hängt davon ab, was hinter den Schwierigkeiten steckt. In meiner Praxis gibt es dafür verschiedene Wege:
- Lerncoaching: Du findest heraus, wie Du gut lernen kannst. Wir arbeiten an Lernstrategien, an der Planung und an der Vorbereitung auf Prüfungen. Auch Motivation, Blockaden und Prüfungsangst haben Platz.
- Lerntherapie: Wenn eine Abklärung zum Beispiel LRS oder Dyskalkulie gezeigt hat, oder wenn ADHS oder Autismus das Lernen erschweren. Dazu gehören gezielte Förderung, Hilfsmittel und Beratung zum Nachteilsausgleich, also zu angepassten Bedingungen wie mehr Zeit bei Prüfungen.
- Psychologische Beratung: Wenn Stress, Ängste oder Selbstzweifel im Vordergrund stehen. Wir schauen auf Gedanken, Gefühle und auf das, was Dein Körper Dir zeigt.
Oft verbinde ich diese Wege miteinander. Denn Lernen geschieht nie nur im Kopf.
Zusammen statt allein
Schule und Lehre finden nicht im luftleeren Raum statt. Eltern, Lehrpersonen, der Lehrbetrieb und manchmal weitere Fachpersonen gehören dazu. Wenn es hilfreich ist, beziehe ich sie mit ein. Ich führe Gespräche und helfe, dass alle in eine ähnliche Richtung schauen.
Dafür frage ich Dich immer vorher um Dein Einverständnis. Und Du weisst immer, mit wem ich spreche und worüber.
Für Eltern
Es ist schwer zuzusehen, wie sich Dein Kind abmüht und trotzdem nicht weiterkommt. Vielleicht fragst Du Dich, was Du tun kannst, oder ob Du etwas übersehen hast.
Du musst nicht alles alleine lösen. Du kannst Dich auch zuerst alleine bei mir melden, zum Beispiel für ein kostenloses Telefongespräch. Dann überlegen wir gemeinsam, was Dein Kind brauchen könnte. Druck hilft dabei selten. Ein erstes Kennenlernen verpflichtet zu nichts.
Gut zu wissen
Lerncoaching und Lerntherapie sind keine Nachhilfe. Es geht nicht um den Stoff eines Fachs, sondern darum, wie Du lernst und was Dich dabei blockiert oder trägt.
Ich mache keine Abklärungen und stelle keine Diagnosen. Lerntherapie biete ich für Lernende und für weiterführende Schulen an. In der Oberstufe ist Lerncoaching möglich. In der Regelschule unterstützt bei Lernschwierigkeiten die schulische Heilpädagogin oder der schulische Heilpädagoge.
Mehr dazu findest Du bei Lerncoaching & Lerntherapie und bei der psychologischen Beratung.
Quelle: Kanton Bern: Nachteilsausgleich

